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News-Archiv

Nov 23, 2009

Kauf von deutschem Honig ist aktiver Naturschutz


Auch wenn es komisch klingt, ist es Tatsache. Der Kauf von Deutschem Honig unterstützt nicht nur die heimische Bienenzucht, sondern auch die Land- und Forstwirtschaft. Ohne kommerzielle Bienenvölker würde ein Problem bei der Bestäubung und damit letztendlich Ernte  aller Nutzpflanzen entstehen (bis auf Getreide).

 

Kategorie: General
Erstellt von: Till

Die winterliche Kampagne von tatortnatur.de zielt darauf ab, den Kauf von deutschem Honig zu fördern, um damit die Bestäubung der heimischen Nutzpflanzen erhalten zu können.

Bienen dienen als Bestäuber von Nutz- und anderen Pflanzen. So wird gewährleistet, dass Pflanzen blühen, Früchte tragen und sich vermehren können. In der Landwirtschaft  ist es also wichtig, dass Pflanzen bestäubt werden, damit Früchte geerntet werden können. Einen Teil dieses Bestäubungsvorganges wird von Bienen erledigt, wenn eine  Selbstbestäubung oder eine Bestäubung durch andere INsekten nicht möglich ist. Daher haben Bienen einen wichtigen Platz in unserer Kulturlandsachaft.

Deutscher Honig CONTRA Biohonig?

Die Bezeichnung "Bio" ist bei Honig ein wenig irreführend. Bei reinem Honig handelt es sich immer um ein Naturprodukt. Meist verpflichten sich die jeweiligen "Bio"imker, bestimmte vom Vertreiber des Honigs vorgegebene Standards einzuhalten. Jedoch handelt es sich bei "Biohonig" nicht um Honig aus ausschließlich biologisch Angebauter Landwirtschaft, da der Flugradius von Bienen normalerweise so groß ist, dass auch immer Bestände aus konventioneller Landwirtschaft mit angeflogen werden. Und aus Deutschland kommt noch lange nicht jeder Biohonig.

EG-Länder und Nicht-EG Länder

Honig von namhaften Herstellern ("Supermarktware") sowie Biohonig der meisten Hersteller ist in der Regel ein Importgut und wird aus sogenannten "EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern" eingeführt. Das bedeutet, dass Biohonig in den meisten Fällen höchtens zum Teil aus deutscher Bienenzucht kommt. Bestimmte Honigsorten können auch nur im Ausland hergestellt werden, da Honig als Naturprodukt auf das Vorhandensein einer gewissen Pflanzensorte angewiesen ist.

So kann auch ein "deutscher Akazienhonig" nicht aus jedem Teil Deutschlands kommen. Denn es müssen größere zusammenhängende Waldgebiete vorhanden sein, die einen hohen Anteil an "Akazien" aufweisen. Der hier angebotene Akazienhonig stammt übrigens auch nicht von der echten Akazie, sondern vielmehr von der als "Scheinakazie" bezeichneten Robinie (Robinia pseudoacacia).

Die Herkunftsbezeichnung findet sich auf jedem Glas Honig.

Bezeichnung "Deutsch" und "heimisch"  als Herkunftsmerkmal

Abgesehen von der Tatsache, dass der Deutsche Imkerbund auch höhere Qualitätsanforderungen an seine Imker setzt als andere freien "Vertreiber", ist die Markenbezeichnung "Deutsch" nicht nur ein Qualitäts-, sondern ebenso ein Herkunftsmerkmal. Um die heimische Landwirtschaft unterstützen zu können, müssen wir Honig nutzen, der von hiesigen Bienenvölkern eingebracht wird. Das kann z.B. der "Echte Deutsche Honig" von Imkern des Deutschen Imkerbundes sein oder aber ein Honig von Imkern aus der Region, die nicht dem Deutschen Imkerbund angeschlossen sind. In jedem Fall aber kann unsere Land- und Forstwirtschaft auch in der heutigen technisierten Zeit nur überleben, wenn Bienenvölker vorhanden sind, die den wichtigen Part der Bestäubung übernehmen. Das gilt übrigens auch für viele Blumen im heimischen Garten.


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