Diese Seite drucken

Ambrosia, starker Allergieauslöser!

 

Als allergieauslösende Pflanze gehört die Beifußambrosie eigentlich nicht zum Kreis der hier genannten Tiere und Pflanzen, die uns ohne unser Zutun gefährlich werden können. Allerdings verhält es sich mit der vielnamigen Pflanze etwas anders als mit anderen pollenverstreuenden Pflanzen:Ambrosia artemisiifolia

die Beifußambrosie kann auch bei Nichtallergikern schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Deshalb verdient sie es, mit in die Themen dieser Website aufgenommen zu werden.

 

Geschichte

Die Beifußambrosie ist in Mitteleuropa nicht heimisch, sie stammt aus Nordamerika. Allerdings wächst sie schon seit längerem auf deutschem Boden. Nur ist sie aufgrund ihrer raschen Verbreitung zur Zeit ein Problemfaktor geworden. Nicht, weil sie andere Arten verdrängt, sondern aufgrund ihres allergieauslösenden Potenzials. In Osteuropa (v.a. Ungarn, aber auch in Kroatien, Bosnien und auch im östlichen Polen) gilt die Pflanze bereits jetzt zu den häufiger vorkommenden Unkräutern. Hier wird auch das bei uns erhältliche Vogelfutter hergestellt. So kam die Ambrosie als Beiwerk und Füllstoff aus Osteuropa nach Deutschland. Das erklärt auch, warum zur Zeit lokal auftretende Populationen von Ambrosia meist dort zu finden sind, wo sich im Winter eine Vogelfütterung befand.

Die Hersteller von Vogelfutter haben auf das  Ambrosia-Problem reagiert und diverse interne "Siegel" eingeführt wie z.B. "Ambrosia-Control", das darauf hinweisen sollen, dass das Vogelfutter auf Samen der Ambrosie getestet wurde. Ich verweise dazu auf meine News " Ambrosiagetestetes Vogelfutter kann trotzdem Ambrosia enthalten".

Aussehen

Wie bei so vielen Pflanzen ist es schwer, in der Theorie eine Pflanze richtig erkennen zu können. Wer einmal die Beifußambrosie gesehen hat, wird sie kaum mehr mit dem Gewöhnlichen Beifuß verwechseln.

speziell gezüchtete Ambrosie Das wichtigste Erkennungsmerkmal sind die Blätter. Die überall recht grüne Pflanze hat lange Blattstiele und "mehrfach gefiederte" Blätter, was bedeutet, dass sie wie die Rippen eines Brustkorbes auseinandergehen, und die Rippen noch mal als Achse für weitere Verzweigungen dienen (siehe Bild).Im Gegensatz zum Beifuß sind die Blätter beidseitig glatt und grün. Oben an der Pflanze befinden sich die weiblichen und noch darüber die männlichen Blüten. Sie stehen in einer Traube (alle übereinander an einem Stiel).

Natürlich gibt es zahlreiche Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Pflanzen, so z.B. dem Gewöhnlichen Beifuß, Wilde Möhre, Hanf, hat man diese Pflanze jedoch erst einmal in der Natur gesehen, wird klar, dass die Verwechslungsmöglichkeiten vor allem dem Ungeübten  eine Identifikation erschweren. Hat man also einmal Ambrosia gesehen, wird man die Pflanze nicht mehr direkt mit jedem halbwegs ähnlichen Kraut verwechseln.

Die Ambrosie kommt in Deutschland nur in einer Varietät vor (Ambrosia artemisiifolia var. elatior), in den USA aber in 25 Varietäten.

Lesenswert:

http://www.ambrosiainfo.de/ -  Seite der Projektgruppe Biodiversität, umfassende Informationen zum Beifußblättrigen Traubenkraut

http://www.jki.bund.de/cln_044/nn_804440/DE/veroeff/popwiss/pdfs/ambrosia.html__nnn=true - Informationen des Julius-Kühn-Instituts incl. Flyer

http://www.ufz.de/biolflor/taxonomie/taxonomie.jsp?ID_Taxonomie=187 - umfassende systematische Informationen des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung (ufz)

http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch/ambrosiaartemisiifolia.html - die wichtigsten Informationen bei NeoFlora (Bundesamt für Naturschutz)